In seiner Arbeit beschäftigt sich Martin Böttger mit der menschlichen Evolution als abstrakter Untersuchung des Körpers und seiner Optimierung sowie seiner Position im Zeitalter von Information, Neurowissenschaften und Biotechnologie. Der Körper und sein Erscheinungsbild werden dabei kontinuierlich weiterentwickelt, um sich zu spezialisieren und besser in seiner Umgebung zu funktionieren.
Die aus dieser Thematik entstehenden Arbeiten sind hybride Weiterentwicklungen und Manipulationen – geprägt von Wünschen und dystopisch anmutenden Ängsten unserer Existenz. Sie werden in Form von vergrößerten Nahaufnahmen, gliedmaßenähnlichen Objekten bis hin zu körperhaften Skulpturen umgesetzt.
Durch die Verwendung ausschließlich künstlicher Materialien und häufig greller Farbigkeit verdeutlicht Martin Böttger die körperliche Abspaltung und deren Auflösung ins Unnatürliche. Die Utopie eines maximal effizienten Körpers erzeugt eine Dystopie entfremdeter Körperteile und Erweiterungen, die wir uns unbewusst wünschen, um das Organische zu überwinden und eine nächste Form anzunehmen.
Seine Arbeiten sind bewusst zugänglich gestaltet und sollen in unseren Köpfen Fragen, Wünsche und Widersprüche auslösen.
Vertreten duch ODP.Gallerie Leipzig.
Werktitel: DREDDER
Die Skulptur DREDDER verbindet organisch synthetische Oberflächen zu einem verdichteten Objekt, das gleichzeitig technisch und instabil wirkt. Brachiale Strukturen und synthetische Texturen kollabieren in einem Prozess der Transformation miteinander und verdichten sich zu einer Form zwischen Skulptur und Wrack.
Fragmente industrieller Mechanismen verschmelzen zu einem hybriden Objekt zwischen Maschine, Fragment und organischer Transformation. Wie eingefroren in einem Zustand aus Druck und Beschleunigung scheinen die Materialien zu schmelzen, sich zu verformen und ineinander überzugehen.
Der Name Dredder verweist auf futuristische Urbanität, Technologie und eine übersteigerte industrielle Ästhetik. Gleichzeitig erinnert er sprachlich an Begriffe wie „dredge“ oder „shredder“ und ruft Assoziationen von Verdichtung, Zerlegung und Materialverschiebung hervor. Dadurch entsteht eine Identität zwischen urbaner Maschinenästhetik, industrieller Transformation und futuristischen Bildwelten.
Weiterführende Links
Ausstellung
/ Biennale
Cottbus / Chóśebuz
05.09.—20.09.2026,
Kunsthalle Lausitz / Chóśebuz
Anne Peschken / Marek Pisarsky (Urban Art) Annette Hecht-Bauer Caroline Böttcher Casey McKee Jess Zamora-Turner Katharina Arndt Lioba von den Driesch Miriam Lenk Siggiko Valentina Troendle Tracey Snelling Felix Matschke Endstation Jam Martin Böttger
zur VeranstaltungVernissage
/ Biennale
Cottbus / Chóśebuz
05.09.2026,
Kunsthalle Lausitz / Chóśebuz
Anne Peschken / Marek Pisarsky (Urban Art) Annette Hecht-Bauer Caroline Böttcher Casey McKee Endstation Jam Jess Zamora-Turner Katharina Arndt Lioba von den Driesch Siggiko Valentina Troendle Felix Matschke Tracey Snelling Martin Böttger Miriam Lenk
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