Daniela Butsch
Transformation

© Photographer Daniela Butsch
Daniela Butsch, VG Bild-Kunst 2026

Daniela Butsch (*1957 in Mannheim) ist Intermediakünstlerin und Kuratorin.

Sie studierte Philosophie bei Margherita von Brentano und Film bei Michael Klier an der Freien Universität Berlin und bei Jutta Brückner an der Hochschule der Künste Berlin, ergänzt durch ein Aufbaustudium Dokumentarfilm an der University of London. 1997 wurde sie auf die Professur für Audiovisuelle Produktion im Medienverbund an die HTWK, Leipzig berufen. Ihre Themen sind Apeiron (ἄπειρον) und Peras (πέρας), Trauma und Heilung. 

Werktitel: Transformation

Die Niederlausitz erscheint in Daniela Butschs Bildern als Landschaft des Übergangs. Geologische Zeiträume, Braunkohlebergbau und der heutige Strukturwandel überlagern sich zu einer sichtbaren Transformation von Natur, Industrie und Energie. Im Zentrum ihrer Videoearbeit steht die Abraumförderbrücke F60 als Sinnbild des industriellen Eingriffs und zugleich als Zeichen seines Endes. Wo einst Braunkohle gefördert wurde, entstehen heute Seen, Wälder sowie Wind- und Solarparks. Der Wandel ist sichtbar, aber noch nicht abgeschlossen. Daniela Butschs Videoaufnahmen zeigen Transformation nicht als abgeschlossenen Prozess, sondern als Gleichzeitigkeit von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Entstanden sind die Aufnahmen am Partwitzer und Geierswalder See sowie im aktiven Tagebau Welzow-Süd. An den Orten, an denen sich der Landschaftswandel heute immer noch unmittelbar beobachten lässt.